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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 4

An den Rändern der Durchgangsstraßen wurden zahlreiche Schulen errichtet, um möglichst allen Kindern eine 10-jährige Ausbildungszeit zu ermöglichen – eine sich sicherlich lohnende Investition in die Zukunft des Landes.

Während unserer Fahrt begegnen wir immer wieder fröhlich lachenden und winkenden Menschen an den Straßen und vor ihren oft recht bescheidenen Behausungen – anscheinend trotz allem zufrieden mit ihren Lebensumständen, lebensfroh und optimistisch.

In Mbabane, der Regierungshauptstadt, ist darüber hinaus sogar durchaus Wohlstand zu spüren: die Einkaufsmeile mit ihren Spezialitätenläden in Reihe, Restaurants, Kinos etc. unterscheidet sich kaum von Innenstädten westlicher Prägung und eine Käuferschicht für das reichhaltige Angebot ist offenbar auch vorhanden.

Positiv auffällig auch das völlige Fehlen von Elendsgestalten und Bettlern, wie sie in Kapstadt z.B. in depremierend großer Zahl in den Straßen anzutreffen waren: alles in allem erscheint das Land als ein ermutigendes Beispiel für die Entwicklungsfähigkeit Schwarzafrikas, wenn man ihm nur genug faire Chancen eröffnet bzw. gewachsene traditionelle Strukturen dabei einbezieht.

Nach ca. 600 km Fahrt kommen wir abends ziemlich geschafft im Hotel The Winter am Rande des Krüger-Nationalparks an, freuen uns in dem gepflegten Ambiente auf erholsamen Schlaf, denn morgen kommt es - hoffentlich - zum Höhepunkt der Safaritouren: die big two – Löwe und Leopard - sollten uns noch in freier Wildbahn begegnen – um 5.30 startet der erste Versuch!

07.08.2003

Und der war gleich ein voller Erfolg – nach anfänglicher Flaute, was die Tierbeobachtung und Begegnung angeht, kam es dann Schlag auf Schlag: Kudus, Gnus, Zebras, Impalas, Flusspferde, Krokodile, Strauße, Giraffen, Büffel, Nashörner, Marabus, Meerkatzen, Gelbschnabelkokos und zum krönenden Abschluss ein mächtiger Leopard, der zwar zu schnell war, um fotografiert zu werden, aber immerhin.

Am Abend dann die Entscheidung: Da realistischerweise nach Auskunft des Parkführers mit der Sichtung von Löwen in dem Teil des Areals, in dem wir uns befanden, nicht gerechnet werden konnte, werden viele von uns morgen auf die Wiederholung der anstrengenden Tour (ca. 9 Stunden) verzichten und einen Ruhetag einlegen.

Die stop-und go Fahrt heute, das Drängen zu den besten Sichtplätzen, Spannung und Entspannung in stetem unregelmäßigen Wechsel gingen doch zu sehr an die Substanz, um sich noch einmal für eine Neuauflage des heutigen Tages zu motivieren. 99% des zu Erwartenden haben wir eh' gesehen und genossen.

Unser Reiseführer, der natürlich auch als kundiger Safarileiter fungierte, spielte dabei seine ganze Routine aus, die allerdings oftmals groteske Formen annahm – Zwei Beispiele: Nach jeder erspähten Tier-oder Pflanzenart hielt er immer mit den gleichen Worten ein bis zur Unbrauchbarkeit zerfleddertes Fachbuch hoch: „Sie finden x zwischen den Seiten y und z. Geben Sie es bitte einmal kurz herum!" Und die fliegenden Blätter glitten, rutschten von Hand zu Hand nach hinten und wieder nach vorn...

Wenn das 20-30 mal nach dem gleichen Ritus abläuft, bekommt es schon einen leichten Loriot–touch!

Beim Erspähen eines Elefanten z.B. sprang alles auf, drängte mit Ellenbogen und sonstigen Körperteilen zum günstigsten Ausblick. In diese Unruhe und das aufgeregte Hin-und Hergeschiebe ertönte spätestens nach 1 Minute, die Kameras waren kaum schussbereit, seine stereotype Frage: „Haben alle das Tier gesehen oder wenigstens fotografiert?"

Entsetzte Aufschreie: „Nein, stopp, ich sehe nichts, warten etc. wurden ebenso stereotyp mit einem freundlichen: „Dann ist es ja gut, danke, bitte weiterfahren!" beantwortet.

Resigniert sank man da, wo man stand, in die Sitze, auf nachfolgende vorwurfsvolle Interventionen gelobte er Besserung – doch das Mini-drama wiederholte sich - unwesentlich variiert – wieder und wieder.

Das Fazit der 3 Safaris: sicherlich Höhepunkte der Reise und dennoch bleibt ein etwas unguter Beigeschmack, denn bei aller unbestrittenen Größe der Parks: es bleiben Parks, von Straßen durchschnitten, umzäunt, das totale Freiheitsgefühl hatten wir Besucher nicht, zumindest nicht im Krügerpark, in dem der Autoverkehr oft zu desillusionierenden Staus und Wendemanövern führte: trotzdem: gut, dass es für die Tierwelt Afrikas wenigstens diese Rückzugsgebiete gibt, mehr hat unsere ego-Welt eben nicht zu verschenken!