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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 1

Beim Check meines Koffers durch den BGS blinkt das Warngerät, der Beamte stoppt die Abfertigung, holt mich zum Bildschirm, deutet mit strengem Blick auf ein schnurähnliches Phänomen und schließt Zündkabel o.ä. Teufelskram nicht aus. Beschwörende Erklärungsversuche meinerseits, es handele sich um ein harmloses Netzkabel zum zugehörigen Wiederaufladegerät meiner Digitalkamera können ihn nicht überzeugen, der Koffer muss geöffnet werden!

Irgendwie ist mit meiner Gepäckstücken bzw. meiner Packtechnik kein Staat zu machen!

Die Warteschlange vor dem Eincheckschalter der South Africa line ist schon mindestens 20 Meter lang, als wir – überpünktlich – 2 ¼ Stunden vor Abflug erscheinen und wächst weiter. Wir bekommen die letzten regulären Sitzplätze für die economy–class!

Die Maschine ist offenbar überbucht! Die anfängliche Freude, endlich mal Glück gehabt zu haben, weicht bald einer gewissen Ernüchterung, als wir erfahren, dass alle anderen hinter uns einen komfortablen Sitzplatz in der business-class erhalten, ohne Aufpreis, versteht sich!

Von wegen, Glück gehabt!

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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 2

Unser Reiseführer, Vater Kieler, Mutter Wienerin, aber als Südafrikaner aufgewachsen, erweist sich als ein überaus kundiger, eloquenter, spannend und humorvoll informierender junger Mann, geht auf alle Fragen und auch Beschwerden ein, sodass trotz der widrigen Wetterumstände die gute Laune bald wieder zurückkehrt.

Wir erreichen die Kapspitze,gleichermaßen das Kap der guten Hoffnung und der Stürme, die magische Schnittstelle zwischen Atlantik und Indischem Ozean – auf dem Weg sichten wir erste freilebende Paviane, staunen über endlose leuchtend gelbe Steppenflora a la van Gogh, beginnen den Aufstieg bei kurzfristig gleißenden Sonnenschein, der in abrupt einsetzenden Orkanboen und dunkel drohenden Wolkenbergen verlöscht und beenden das Kapabenteuer inmitten wolkenbruchartig prasselnder Regengüsse – völlig durchnässt und vor Kälte zitternd, aber um ein Naturerlebnis der besonderen Art reicher!

Die tadellos funktionierende Busheizung sorgt bald wieder für steigendes Wohlbefinden und neue Energie – und der krönende Abschluss des Tages steht noch bevor: der große Botanische Garten Kirstentosch: Sonne bricht durch die Wolken und zaubert eine dramatisch- authentische Kulisse aus Bergmassiven, Regenbogen und Nebelschwaden für die verschwenderisch leuchtende Vielfalt der afrikanischen Blütenwelt – und das mitten im Winter.

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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 3

Auf der Fahrt durch Natal-Zululand zum unaussprechlichen Hluhlawe-(sprich in etwa: Schluschlue)Nationalpark passieren wir endlose Ananas- Sisalagaven – und Zuckerrohrplantagen: 2 Millionen t Zucker produziert Natal pro Jahr und exportiert davon 800.000 t.

Doch man soll sich nicht täuschen: der anscheinend immense Reichtum am Exportgut Zuckerrohr z. B. ist in Wirklichkeit nur ein scheinbarer: rigide Zollschranken und kompromisslose Subventionspolitik von USA und EU geben afrikanischen Produkten auf dem Weltmarkt noch immer kaum eine Chance: fairer Handel bleibt leider weiterhin mehr oder minder den Idealisten der Dritte Weltläden hierzulande und anderswo vorbehalten. Ein trauriges Kapitel sogenannter Entwicklungspolitik.

Unser Reiseführer umgeht denn auch das heikle Kapitel und berichtet stattdessen Kulturgeschichtliches:

Durban ist die Stadt mit dem zweitgrößten Bevölkerungsanteil an Indern außerhalb Indiens, was auch mit dem Zuckerrohr zusammenhängt: vor einem Jahrhundert wurden massenweise Inder als Arbeitskräfte für die Plantagen angeworben, da die Zulumänner sich weigerten, mit Zuckerrohr zu arbeiten.

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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 4

An den Rändern der Durchgangsstraßen wurden zahlreiche Schulen errichtet, um möglichst allen Kindern eine 10-jährige Ausbildungszeit zu ermöglichen – eine sich sicherlich lohnende Investition in die Zukunft des Landes.

Während unserer Fahrt begegnen wir immer wieder fröhlich lachenden und winkenden Menschen an den Straßen und vor ihren oft recht bescheidenen Behausungen – anscheinend trotz allem zufrieden mit ihren Lebensumständen, lebensfroh und optimistisch.

In Mbabane, der Regierungshauptstadt, ist darüber hinaus sogar durchaus Wohlstand zu spüren: die Einkaufsmeile mit ihren Spezialitätenläden in Reihe, Restaurants, Kinos etc. unterscheidet sich kaum von Innenstädten westlicher Prägung und eine Käuferschicht für das reichhaltige Angebot ist offenbar auch vorhanden.

Positiv auffällig auch das völlige Fehlen von Elendsgestalten und Bettlern, wie sie in Kapstadt z.B. in depremierend großer Zahl in den Straßen anzutreffen waren: alles in allem erscheint das Land als ein ermutigendes Beispiel für die Entwicklungsfähigkeit Schwarzafrikas, wenn man ihm nur genug faire Chancen eröffnet bzw. gewachsene traditionelle Strukturen dabei einbezieht.

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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 5

Whitewater und die Drakensberge - Afrika pur!

08.08.2003

Der Ruhetag wird weidlich zum Relaxen und – wirklich(!) – Sonnenbaden am Hotelpool genutzt, das Thermometer steigt auf immerhin 22°C, der Wind bleibt zwar unangenehm böig, aber erträglich.

Am späten Vormittag fahren die Ausspanner ins nahegelegene Whitewater, ein Städtchen mit rein schwarz-afrikanischer Bevölkerung: Pulsierendes Marktleben, rhythmische Straßenmusik an allen Ecken, fliegende Händler – es liegt ein Flair von fast kindlicher Lebensfreude in der Luft – ein Feeling, das wir schon oft erlebt haben, eine ganz andere Atmosphäre als in den oft verdrossen-ernsthaft-verbissen Geschäfte abwickelnden deutschen Innenstädten!

In einem Supermarkt tanzt die Kassiererin nach der gerade hereinwehenden Straßenmusik, mit ihr wiegt sich die Warteschlange im Takt, ohne dass die Abrechnungsabläufe unterbrochen werden – stellen wir uns das mal im Aldi in Hofgeismar vor!

In einer Nebenstraße preist ein Straßenfrisör per Werbeplakat exotische Haarschnitte an: u.a. den „german cut" – laut Bild eine streng in rechten Winkeln auf den Schädel getürmte Haarpracht – wenn das auf potentielle Kunden mal nicht eher abschreckend gewirkt hat...

Der Rest des kurzen Tages gehört dann wieder der Sonnenliege – flüchtige Erinnerung an den deutschen Sommer...

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Reise durch Südafrika Sommer 2003 - Teil 6

Pretoria und Vortrekkerdenkmal - kein ungetrübter Abschied

10.08.2003

Stadtrundfahrt durch Pretoria.

Diese Stadt ist geprägt von zahlreichen Erinnerungs-und Gedenkstätten an die Kämpfe zwischen Buren und Engländern im ausgehenden 19.Jahrhundert.

So stand der ganze Vormittag im Zeichen der Besichtigung kolonialer Zeugnisse der Vergangenheit, meist im Ton unverhohlenen Stolzes präsentiert.

Der überladene Personenkult um Paul Krüger im gleichnamigen Museum, Gallionsfigur des Widerstandes gegen den Imperialismus Englands und Präsident von 1883-1900, blendet allerdings die Tatsache aus, dass das Credo des bibeltreuen (!) Krüger, Auftaktpräsident einer unseligen Nachfolgegeneration bis Foster und Botha, wie selbstverständlich Unterdrückung und Ausbeutung der Urbevölkerung einschloss.

In dem Zusammenhang gehen Gedanken durch den Kopf, Kolonialismus allgemein betreffend: wenn es gelungen wäre, das know-how der siedelnden Europäer mit dem vorgefundenen Reichtum an Land und Resourcen zum Nutzen ALLER betroffenen Menschen des Landes zu verbinden, wäre viel Blut und Leid vermieden, Feindschaft und Hass zwischen den Rassen gar nicht erst entstanden... wäre, hätte, wenn...

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