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Hurtigruten - 25.03.2007

Von wegen problemlos, wenn's nicht die Heizung ist, dann sind es eben mal die Uhren – in der Nacht mussten sie ja bekanntlich umgestellt werden auf Sommerzeit – na und, schließlich hatte ich extra eine Funkuhr mitgenommen, die das Braunschweig - Signal empfängt – dachte ich - dachte ich...

Wir erscheinen also wie immer kurz vor 9 Uhr beim Frühstücksbufett und wundern uns, dass doch einiges fehlt: Bestecke, Teller, Brötchen und - Gäste, außer uns!

Ich beschwere mich beim Oberkellner, der nur stumm auf die Wanduhr zeigt: kurz vor 10Uhr – Braunschweig hatte meine Uhr offenbar nicht erreicht, kein Empfang in diesen Breiten! Man gewährte noch eine Viertelstunde für ein Notfrühstück – egal, ich esse sowieso zu viel an Bord.

Aber dass ausgerechnet mir als angeblicher Fachmann ein solches Uhrenmalheur passieren musste, war schon etwas peinlich...

Zum letzten Mal werden Film-und Fotoerinnerungen archiviert, Landschaft und Klima haben sich merklich gewandelt: die Berge weniger schroff und kaum noch schneebedeckt, bewohnte vorgelagerte Inseln häufen sich, die Temperaturen steigen auf Frühlingsniveau – der „zivilisierte" Süden hat uns offenbar wieder – und ich kann nicht behaupten, dass das für mich einen Gewinn bedeutet...

BERGEN, Endstation unserer Reise empfängt uns gar sommerlich strahlend, die Straßencafes sind überfüllt, die jungen Leute flanieren in kurzen Hosen und T-Shirts, meine Polarjacke wirkt da leicht deplaziert – die wissen ja nicht, woher wir kommen und was wir erlebt haben...

Also, um gerecht zu sein: Wahrscheinlich reagieren die Bergener auch deshalb so euphorisch auf Sonnenstrahlen, weil die normalerweise Mangelware sind – das ganze Jahr hindurch – BERGEN ist die regenreichste Stadt Europas – noch ein, obwohl zweifelhafter Rekord – und hatte gerade 19 Tage Dauerregen hinter sich, wie uns ein Taxifahrer erzählt!

Nach dem Einschecken ins feudale Neptun-Hotel fahren wir mit der Gondelbahn auf den Holberg, von dem sich ein fantastischer Rundblick auf BERGEN bietet. Der in Bergen lebende Edvard Grieg hatte zu Ehren des Dichters Ludvig Holberg hier seine berühmte gleichnamige Suite „Im barocken Stil" komponiert.

Dann ist es soweit: nach ausgiebigem Schlaf Fahrt zum Bergener Flughafen – Epilog einer Kurzfernreise unglaublich dichter Eindrücke, von denen das Erlebnis der wilden, archaischen, von Menschen unberührten Landschaften, eingetaucht in magisches Licht, die unbestreitbaren Höhepunkte eines grandiosen Naturschauspiels waren!