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Hurtigruten - 23.03. + 24.03.2007

Um 9Uhr15 überqueren wir den Polarkreis, Kameras klicken und surren, die Welt leuchtet in strahlendem Wie´, die Schatten der Nacht sind vergessen! Vorerst?

Wir passieren NASNA, legen kurz an in SANDNESJOEN und erreichen BRONNOJSUND gegen 16Uhr. In SAND. Wäre beinahe ein Passagier verloren gegangen! Dazu zwei Informationen:

  1. wird beim Verlassen des Schiffes die persönliche Identitätskarte gescannt, beim Wiederbetreten ebenfalls; das hat z.B. den Sinn, bei einer evtl. Schiffskatastrophe mit Vermissten zweifelsfrei nachprüfen zu können, ob Passagier X oder Y während des Unglücks an Bord war oder nicht.
  2. wird bei Landgang über Bordlautsprecher die genaue Abfahrtszeit bekannt gegeben, die Gangway klappt hoch der Zuspätgekommene muss versuchen, in Eigenregie z.B. per Taxi den nächsten Anlegehafen zu erreichen – der heutige Sünder war allerdings eine Sünderin – vielleicht hat ja das den gestrengen Schiffszerberus veranlasst, die schon eingezogene Treppe noch einmal abzusenken!

Nach Abfahrt von S. passieren wir die Bergkette „DE SYR SOSTRE" (die sieben Schwestern). Zahlreiche Mythen und Sagen ranken sich um die 7-Tausender: verschmähte Liebe, Rache, Schuld und Sühne sind die immer wiederkehrenden Themen – wie im richtigen Leben eben.

Weiter Wunderlichkeiten erwarten uns, so z.B. das Loch durch den Berg TORGHATTEN, immerhin 160m lang, 30m hoch, und 25m breit, Platz genug für ein Wikingerschiff mit vollen Segeln – Entstehungsgründe liegen im Dunkeln.

Ab 22 Uhr Rückkehr zu den realistischen Phänomenen: die Heizung streikt erneut (s.o.)!, d.h., verharrt in hohen Temperaturbereichen, Mechaniker „murmelt" zu kommen und belässt es dabei – nächster Start über offene Meeresstrecke verspricht Einschlafhilfe durch entsprechend Schaukeltherapie und hält auch ihr Versprechen – allerdings erst gegen Morgen! Dabei mussten wir schon um 7 Uhr frühstücken, um z.B. die berühmte Kathedrale in TRONDHEIM zu besuchen – um 10 Uhr legt die POLARLYS schon wieder ab, entsprechend kurz wurde der Schlaf und doch zu lang – verschlafen!

Ohne Frühstück erreichen wir nach halbstündigem strammen Fußmarsch die Kathedrale, die uns aber leider unfreundlich, weil verschlossen empfängt und uns außerdem per Anschlag kühl mitteilt, dass zu den Öffnungszeiten ein happiges Eintrittsgeld zu zahlen gewesen wäre! Wir umrunden sie doch leicht irritiert und vor meinen Augen tauchen die Naturschönheiten der vergangenen Tage auf, die uns auch ohne Öffnungszeiten und Eintrittsgebühr empfangen haben und dabei nicht weniger ehrfurchtsgebietend wirkten, ganz im Gegenteil...

Wir kommen noch rechtzeitig zum späten Frühstück zurück, die POLARLYS legt ab, wir verlassen Gemäuer und Straßen, retour a la nature, zumindest bis 16Uhr30, dann erreichen wir KRISTIANSSUND, das Ende der Reise und auch die Häufung der „menschenbewohnten Regionen „.

Vielleicht gehe ich in KR. gar nicht an Land!

Inzwischen ist der dritte Monteur erschienen, nimmt die gesamte Deckenmechanik der Klimaanlage auseinander, murmelt, flucht geht, holt Ersatzteile, tauscht aus, wir sitzen skeptisch beobachtend dabei und diesmal scheint es zu klappen, jedenfalls ist die Temperatur wieder erträglich, warten wirs ab, wie lange...

In KR., der 3-Inselstadt haben wir nur eine halbe Stunde Aufenthalt, Landgang ist also eh ausgeschlossen, mir ist es nur recht so.

Später passieren wir die HUBADVIKA (offenes Meer), das sich diesmal besonders heftig bemerkbar macht. Jens reagiert entsprechend und verzichtet aufs Abendessen, das allerdings Als Abschlussdinner besonders erlesen ausfällt:

  • Gegrillte Kammuschel mit Estragonbuttersoße
  • in Honig glaciertes Rentiersteak mit Kartoffelpüree, Rosenkohl und Heidelbeersoße
  • Rharbaberkompott mit weißem Schokoladenmousse

Um 19Uhr30 begegnen wir wir der nordgehenden MS LOFOTEN, eines der letzten echten Postschiffe, die noch im Hurtigrutenbetrieb sind – möchte nicht wissen, wie viele Passagiere da drüben mit graugünen Gesichtern über der Reling hängen...

Die zweite Hälfte verläuft in jeder Hinsicht problemlos – na bitte, so geht's doch auch.