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Transsibirisches Tagebuch: Ein turbulenter Auftakt!

TRANSSIBIRISCHE EISENBAHN: MOSKAU – IRKUTSK – ULAANBAATAR – PEKING

07.07.2002. – 22.07.2002

07.07.2002

Nachts um 3.00 Uhr ist die Nacht vorbei. Arnd fährt uns nach Paderborn und das „Verhängnis" nimmt seinen Lauf:

1. Station: Als ich in der Warteschlange zum Einchecken dran bin, stürzt der Computer ab: nichts geht mehr - wertvolle Zeit vergeht, bis Ersatz herbeigeschafft ist und ich meine Bordkarte habe.

2. Station: Die Sicherheitskontrolle entdeckt mein Mehrzwecktaschenmesser im Handgepäck: Alarmstufe 1: Ich werde bis aufs Hemd gefilzt, selbst Geldmünzen werden misstrauisch beäugt. Die Zeit verrinnt, der Abflugtermin rückt bedrohlich näher. Ich sprinte zur Post, um das Messer zurückzuschicken, schon dröhnen die Lautsprecher: Mr. Naundorf, Mr. Haß, last call... wir hetzen aufs Rollfeld, werden zur falschen Maschine gelotst, die Motoren heulen los, wir schaffen es gerade so, ziemlich fertig schon um 6Uhr25!

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Transsibirisches Tagebuch: Russland und Bailkalsee

15.40 Uhr

Ankunft Moskau: Gluthitze 37°. Russische deutschsprechende – sehr nette- Reiseleiterin empfängt uns: „Wir fahren jetzt „kurz" zum Hotel". Es werden 30km! Bus immerhin klimatisiert! Dort angekommen stellt sich heraus, dass wir den falschen Eingang erwischt haben. „Wir gehen nur schnell um die Ecke!" Die Ecke entpuppt sich als ca.3km Weg!

Hotel Russia: ein Riesenbau mit über 5000 Betten, das Zimmer OHNE Klimaanlage hat eine Temperatur von 27°! Es gibt immerhin einen defekten Ventilator...

Nach dem Abendessen Besichtigung des ROTEN PLATZES, Geldumtausch, Kauf einer 2l–Überlebenflasche Wasser...

Die Heizung im Bad lässt sich nicht abstellen – bin gespannt auf die Nacht...

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Transsibirisches Tagebuch: Mongolei (Teil 1)

Ich freue mich riesig auf ein angenehm kühles Zimmer, bevor wir uns morgen in die Hektik der Großstadt Irkutsk begeben werden.
Diese Gegensätze sind anstrengend, aber auch äußerst anregend...

Am Nachmittag eine entspannende Fahrt auf dem See – 2 Stunden Fahrt und höchstens ein Zehntel ist geschafft, dieses „Meer" ist ein Phänomen. Die riesigen Wassermassen erwärmen sich auch im nur 2 Monate dauernden Sommer nie über 10°C, andererseits sorgen sie für ein angenehm frisches, erholsames Klima trotz intensiver Sonneneinstrahlung. Im Land des 8 Monate dauernden Winters mit Tag-und Nachttemperaturen bis minus 40°C wirkt der See mildernd und ausgleichend. Die im Sommer gespeicherte Wärme macht die Kälte erträglicher, die Balkainer fühlen sich so immer, das ganze Jahr hindurch, bevorzugt. Vielleicht erscheinen sie daher so angenehm freundlich!

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Transsibirisches Tagebuch: Mongolei (Teil 2)

17.07.2002

Wohl der bisher eindrucksvollste und schönste Tag der Reise – da müssen die Chinesen sich aber anstrengen !

Die Mongolei hat alle Erwartungen weit übertroffen!

Nach langem und erholsamen Schlaf brechen wir auf in die Berge. 1. Station ist ein Kloster, in dem im Gegensatz zu dem vom Vortag wieder aktives Leben herrscht (war bis 1990 verboten!). Mystik pur umfängt uns, alle Sinne werden aktiviert durch das Rasseln der Gebetswalzen, dem sonoren Singsang der Mönche, dem Geruch von Kerzen und Weihrauch, Auftakt zu einer Reise in eine – noch (?) - intakte Welt: Steppe,soweit das Auge reicht, Steppe, die immer hügeliger wird. Dann schieben sich vom Horizont her Berge heran, mächtige Berge, Gebirgsketten, die mit der vorgelagerten Steppe ein grandioses Panorama bilden - und auf dem teilweise almartigen Boden blühen – o Wunder, o Mongolenzauber – Enzian und Edelweiß!

Und dann kommen sie endlich – die wilden Reiter, sie haben uns wohl von ihren weit entfernt liegenden Jurten entdeckt, galloppieren heran, umkreisen uns, haben sichtbar Spaß, uns ihre Reiterkünste zu zeigen, und verschwinden , lachend, winkend – wir stehen nur sprachlos da, seltsam berührt, fast ergriffen von einem Gefühl der Ursprünglichkeit und Freiheit, das diese Menschen ausstrahlen. Wir Europäer wissen nicht mehr viel davon...

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Transsibirisches Tagebuch: China

19.07.2002

Es sind mehr als 5 Stunden Aufenthalt geworden: um 2.15 Uhr setzt sich der Transsib mit neuen Radsystemen endlich wieder in Bewegung, Richtung Peking.

Die Szenerie hat sich derweil fast gespenstisch geändert: die Grenzstation und, wie wir später erleben werden, alle folgenden Haltebahnhöfe sind streng bewacht, die Passanten ständig kontrolliert von Militär: Soldaten, wohin man auch blickt: mal wird vor dem vorbeifahrenden oder gerade haltenden Zug salutiert, mal vor irgendwelchen Vorgesetzten, Auf-und Abmärsche ohne erkennbaren Sinn, Marschmusik und Lautsprecherparolen: wir sind eben in einer sozialistischen Volksdemokratie: da herrscht noch „Zucht und Ordnung", fragt sich nur welche und zu welchem Zweck!

Während des Halts ist der mongolische Speisewagen gegen einen chinesischen ausgetauscht worden, sonst bleibt alles beim alten.

Und wieder ein grandioser Landschaftswechsel: die Wüste verschwindet, der Nordosten Chinas präsentiert sich mit intensiv bewirtschafteten Ebenen (Baumwolle, Reis, Gemüse) und bizarren Gebirgsketten, vom Zug aus können erste Teile der chinesischen Mauer erspäht und fototechnisch archiviert werden. Neugier auf mehr!

Die Luft wird schwül, 37°C Außentemperatur, in Peking erwarten uns Smog und Gewitter.
Und dann sind wir da und wie erschlagen!

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